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Wechseljahre – andere Jahre

"Die Zeit ändert sich und wir ändern uns in ihr!"

Das Leben kennt nur eine einzige Richtung, und auch wenn wir uns noch so oft umdrehen, zurückgehen in der Zeit können wir keinen einzigen Schritt, den wir im Leben getan haben.

Die Wechseljahre sind der Beginn des letzten, sehr langen Teils dieses Weges und wirken für manche Frau wie eine Tür, durch die sie zwar gehen muss, aber nicht gehen will.

Manche gehen hindurch und kommen mit dem neuen Weg nicht zurecht, drehen sich ständig um und wollen durch die Tür zurück; aber mehr als bei diesem Versuch zu stolpern oder hinzufallen kommt nicht heraus. Es gibt keinen Weg zurück. Andere gehen hindurch, als wäre nichts gewesen, weil sie neugierig sind auf das lange, letzte Stück der Lebensstrasse, auf dem man eigentlich nichts anderes als endlich innere Ruhe und Glück finden sollte, auch wenn die Haltung immer gebeugter wird und die Gelenke vom langen Weg zu schmerzen beginnen.

Was also sind die Zeichen der Wechseljahre?

Subjektive Beschwerden:

Nachlassen der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität
Nachlassen der Arbeitsfähigkeit

Auftreten von:
  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüchen
  • Parästhesien ("Kribbeln, Ameisenlaufen, eingeschlafene Glieder")
  • Stimmungstiefs und Depressionen

Nachlassen von:
  • Aufmerksamkeit
  • Konzentration
  • Merkfähigkeit
  • Psychomotorik
  • Sozialen Kontakten
  • psychischen Tonus, rasche Ermüdbarkeit
  • Schlafqualität
    (Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, frühes Erwachen)

Emotionale Destabilisierung ("Näher am Wasser gebaut")

Objektive Beschwerden:

Auftreten von:
  • Genitalatrophie (Trockenheit)
  • Brennen, Jucken
  • Fluor, Dyspareunie
  • Blasenfunktionsstörungen
    (Stressinkontinenz 1°, Dranginkontinenz)
  • Atrophischer Zystitis
    (gehäufte Blasenreizungen und Entzündungen der Harnröhre)
  • allgemeine Hautatrophie
    (Trockenheit, leichtere Verletzbarkeit der Haut)
  • Hautstoffwechsel gestört, unreine Haut, Pickelneigung, Altersflecken
  • Allgemeindurchblutung verändert sich
  • Nachlassen der Elastizität
  • das Wasserbindungsvermögen lässt nach
  • das Faltenrelief nimmt zu
  • Entweiblichung oder Virilisierung
    (Zunahme der Körperbehaaarung, Abnahme der Kopfbehaarung, Vergröberung der Gesichtszüge durch Knorpelwachstum)

Andere Effekte:
Erstmaliges nachweisbares Auftreten einer Atherosklerose ("Arterienverkalkung") Veränderung von Blutwerten
  • Lipidmuster wird ungünstig
  • Absinken HDL-Cholesterin (das "gute" Cholesterin)
  • Anstieg LDL-Cholesterin (das "schlechte" Cholesterin)

Risikozunahme Herzinfarkt
Anstieg des Osteoporose-Risikos
(ca 45 % aller Frauen über 50 Jahren erkranken dauerhaft. Die Behandlungskosten betragen in der Bundesrepublik bereits heute ca. 8 Milliarden Euro jährlich. An den Folgen von Osteoporose sterben im Jahr weltweit mehr Frauen als an allen Krebserkrankungen (der Frau) zusammen – Quelle: Amer.Canc.Soc.1983)

Zunehmende Frakturhäufigkeit Beginn rheumaähnlicher Gelenkbeschwerden Nachlassen der Gehirnleistungsfähigkeit

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