Übelkeit in der Schwangerschaft
...ist wohl eine der häufigsten und lästigsten Störungen, die der gewaltig veränderte Hormonhaushalt in der Schwangerschaft bei vielen Frauen leider häufig mit sich bringt.Wenn Sie diesen Artikel lesen, um sich nach Hilfe umzuschauen, dann werden Sie bestimmt schon seit einiger Zeit einen großen Bogen um alle Speisen und Gerichte machen, bei deren bloßem Geruch sich Ihnen schon Ihr Magen umdreht. Und alle Omas und Tanten haben Ihnen schon Ratschläge erteilt, die aber irgendwie nicht geholfen haben deshalb...
Hier ein paar praktische Tipps:
Stellen Sie sich irgendwelche einfache Nahrungsmittel, wie Kekse, Zwieback oder Knäckebrot, auf Ihren Nachttisch. Morgens nach dem Aufwachen nehmen Sie sich zuerst die Zeit, daran zu knabbern, und bleiben Sie 15 Minuten länger liegen, dann setzen Sie sich erst einmal auf die Bettkante. Es gibt keine feste Regel, was Sie in der Schwangerschaft Besonderes essen sollen und was nicht; aber einige Empfehlung sind schon wichtig. Essen Sie, was Sie wollen oder wonach Ihnen der Geschmack steht; aber vermeiden Sie besonders fette und schwere, sehr scharfe, sehr saure und vor allem frittierte Speisen.Essen Sie häufig kleine Mahlzeiten, da vom leeren Magen aus viel schneller Übelkeit entstehen kann.ahrungsmittel mit hohem Eiweißgehalt oder mehr Kohlenhydraten, die wirken besser gegen Übelkeit, als Früchte und Süßigkeiten.
Sie sollten immer etwas zum Knabbern (aber ohne Fett und Süßigkeiten) bei sich haben, wenn Sie unterwegs sind. Auch zuhause ist es ratsam, immer eine Kleinigkeit bereit zu halten. Ein fettarmer Joghurt (enthält viel Vitamin B, siehe oben), trockene Kekse, Zwieback oder auch das berühmte süß-saure Gürkchen, das sind alles Dinge, die zwischendurch ganz gut gegen die Übelkeit helfen.
Ein alt bekannter Trick ist das Essen frischer Nüsse; den die enthalten viel Vitamin B6. Vitamin B6 gibt es auch in der Apotheke, 50 mg Vitamin B6 pro Tag wirken ganz gut gegen die Übelkeit. Bitte besprechen Sie das unbedingt aber vorher mit Ihrem Arzt, ob Sie B6 in Reinform nehmen können.
Manche Frauen nehmen von Beginn der Schwangerschaft bestimmte speziell für Schwangere zusammengemixte Multivitaminpräparate ein. Da in der Schwangerschaft fast jedes Nahrungsmittel und Medikament in de Lage ist, Übelkeit auszulosen, sollten Sie in dem Fall auch probeweise dieses Multivitaminpräparat vorübergehend absetzen. Nach ein paar Tagen könnten Sie dann wieder mit dem Präparat beginnen.
Viele Frauen denken, dass es bereits ab Feststellung einer Schwangerschaft besonders sinnvoll sei, Eisenpräparate zu sich zu nehmen. Dies ist aber nicht richtig. Eisen sollte nur bei nachgewiesenem Eisenmangel eingenommen werden, was am Bluttest erkannt werden kann. Eisenpräparat liegen manchmal „schwer im Magen“, da es zahlreiche verschiedene Eisenpräparate gibt, ist unter Umständen ein bisschen Ausprobieren angesagt, wenn ein gesicherter Eisenmangel therapiert werden muss.
Grundsätzlich gilt in der Schwangerschaft, dass Sie für eine ausreichende Flüssigkeits-Zufuhr sorgen sollten. Um den Magen nicht zu überlasten, ist es wichtig, die Flüssigkeit, die der Körper dringend benötigt, nicht ausschließlich zu den Hauptmahlzeiten, sondern auch immer zwischendurch in kleinen Portionen aufzunehmen.
Viele Schwangere sind überempfindlich gegen Gerüche. Sehr hilfreich ist es dann, an einer frisch aufgeschnitten Mandarine oder Zitrone zu riechen.
Viel gerühmt gegen Schwangerschaftsübelkeit wird Ingwertee. Ingwer wirkt auf den Magen beruhigend und hilft bei Übelkeit. Auch Ginger-Ale gilt als Geheimtipp.
Recht hilfreich ist Akupunktur und auch Akupressur. Es gibt seit vielen Jahren in Apotheken und Drogeriefachgeschäften spezielle Akupressurarmbänder gegen See- und Reisekrankheit. Diese Bänder helfen, wie die Akupunktur, recht gut gegen die Schwangerschaftsübelkeit. Die Anwendung ist denkbar einfach und wird im Beipackzettel genau beschrieben. Die Akupunktur ist leider, so wirksam sie auch ist, keine Krankenkassenleistung.
Eine Schwangerschaft ist ganz schön stressig. Auch wenn sich für die meisten Frauen mit der Schwangerschaft der größte Wunsch erfüllt, ist die Zeit mit ihren Ängsten und Nöten recht aufregend. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst frühzeitig zu lernen, sich zu entspannen. In jeder Stadt werden Entspannungskurse für Schwangere angeboten. Nehmen Sie dieses Angebot an. Auch niedergelassene Hebammen bieten bereits sehr früh Entspannungskurse an. Eine individuelle Betreuung durch eine Hebamme, parallel zur Arztbetreuung, gibt Ihnen die Möglichkeit, sehr persönliche Gespräche mit der Hebamme zu führen und Spannungen und Ängste ganz früh bereits wieder abzubauen.
Nach oben