Der Googlechonder...
...ein Hypochonder zum Quadrat
So gut es ist, sich selber über alles zu informieren und gerade einem Arzt gegenüber nicht mehr wie ein dummes Huhn gegenüberzusitzen und sich sämtlichen Blödsinn möglichst noch in miserablem Latein oder Englisch anhören zu müssen, so gefährlich und von sich aus krankmachend kann das werden.
Dass man sich durch das Studium der Symptome leicht in eine gewisse hysterische Angst hineinsteigern kannn, krank zu sein, hat uns schon Molière in seinem berühmten Stück: „Der eingebildete Kranke“, dem Paradestück eines Hypochonders vorgeführt.
Dies läßt sich heutzutage noch steigern durch das Nutzen von Internet-Suchmaschinen. Man kann sich im Internet richtig gut und sehr umfassend informieren; aber als Laie können Sie schnell „richtig krank“ werden, weil Sie beim Eingeben von "Kopfschmerzen" fast blitzschnell auf Seiten landen, die Ihnen Ihre Symptome als typisch für einen Gehirntumor schildern oder zumindest als unmittelbares Zeichen einer drohenden Hirnblutung, obwohl das nun ausgerechnet eher sehr seltene Ursachen sind für einen Allerweltskopfschmerz.
Ich nenne dieses „Überinformations-Kranksein“ den Googlechonder, den Hypochonder zum Quadrat.
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